24 Juli 2014

hopelessly we fell



Ich laufe durch die Gegend. Minute um Minute um Minute. Vielleicht mach ich das um meine Physis an meine Psyche anzupassen, denn da bin ich absolut ruhelos. 
Mir sind die ganzen Baustellen um mich herum aufgefallen. Nicht, dass ich mir denen nicht vorher bewusst gewesen bin. Aber erst wenn man fällt, sieht man, dass da nichts und niemand ist, der einen halten wird. Nichts ist beständig. Ich bin allein und alles was wirklich da ist, ist die Welt mit ihren Grausamkeiten und das erdrückt mich. Es ist, also würde das Universum mir all das zeigen und sagen: "Und jetzt lerne damit klar zu kommen." Und dann zeigt es mir wilde Rehe auf dem Friedhof, im Hintergrund die untergehende Sonne, einen Fischreiher auf einem See, eine einzelne kleine Blume, die sich durch den Asphalt der Straße gekämpft hat. Bilder der Idylle. Als wenn die das gut machen könnten. Vielleicht bin ich die verdammte Blume. Vielleicht muss ich das Unmögliche durchstehen um dann endlich an die Sonne und die Wärme zu kommen. Oder ich ersticke unter der blöden undurchdringlichen Schicht. 
Dreißig Lieder und viele viele Tränen später hat sich nichts geändert.
Ich bin müde von dem Karussell aus dem ich nicht aussteigen kann. 

Kommentare:

  1. Vielleicht bist du eine Blume. Jede Blume muss erst einmal ihre Knospen öffnen um an die Wärme der Sonne zu gelangen, muss sich durch die Erde wühlen, um ihren Weg nach draußen zu finden, die Wurzeln weit wachsen lassen, um an Wasser zu kommen. Und dann blüht sie auf. Glaube mir. Und dann ist es gut. Und dann drehst du deinen Kopf jeden Tag zur Sonne. Und dir wird warm sein.

    "You" von Ben Cocks mag ich übrigens auch ziemlich. Vielleicht gefällts dir ja auch.
    Kopf hoch, kleine Blume ♥

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  2. wow, dein Blog und generell du inspirieren mich zutiefst... mir geht es ähnlich und ich bin froh jemandem "gefunden" zu haben, der die gleichen Gedanken hat.. alles gute

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