17 Juli 2014

Todays mantra: "keep your head up, keep your heart strong."



langeweile-bilder

Ich sitze in meinem kleinen, selbstgezimmerten Kokon und warte. Eigentlich warte ich auf nichts, aber um das ganze ein wenig interessanter zu gestalten warte ich auf Unwichtiges. 
Dass die Uhr auf meinem Handy 13:13 anzeigt; dass die Fliege an der Fensterscheibe wieder hinaus findet, aus meinem Kokon in die Freiheit; dass Ane Brun in Changing of the season "Its difficult to be happy" singt; dass sich unter meinem Wasserglas ein Rand bildet, damit ich mich frage, wie das kommt; dass Sonne sich auf den Sturzflug nach unten Richtung Erde macht und hinter den Bäumen verschwindet; dass ich endlich einschlafe um dann aufzuwachen und ich weiter warten kann.
Mein Kokon war bewusst errichtet, doch er wird immer mehr zu einem Gefängnis. Seine Wände, vorher noch aus dünner Seide, verwandeln sich in Beton, dämpfen alles um mich herum und lassen mich verschwinden. Dieses Gefängnis ist keines, aus dem ich ausbrechen kann. 
Mein Kopf hält mich hier fest. 

Kommentare:

  1. wow, der text macht mich sprachlos. ich finde es irgendwie beeindruckend, wie du dein empfinden in worte fassen kannst. ich kenne sowas nur zu gut, aber ich könnte es niemals in worte fassen.. es würde irgendwie keiner verstehen.

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  2. Wow, das ist echt ein beschissenes Gefühl. Aber irgendwie glaube ich, dass es wohl jeder kennt. Leider. Du hast es echt gut in Worte gefasst - vor allem die Metaphern sind sehr treffend. Beeindruckend!

    Liebe Grüße und guten Start in die Woche wünsche ich dir,
    Casey

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