19 Dezember 2015

Das Sprungbrett



Leben verändern sich, egal ob wir das wollen oder nicht. Ich zum Beispiel werde im Juni mit der Schule fertig sein. Und auf einmal, nach 13 Jahren, steh ich da und hab das Ziel erreicht. Egal wie sehr man sich über das tägliche zur Schule rennen beklagt hat. Irgendwie gab es einem eine Sicherheit. Eine Sicherheit, die jetzt wegfällt. Abi. Und dann?
Viele Leute aus meinem Umfeld wissen schon, was sie machen wollen, und wenn nicht schon die Uni oder die Lehrstelle dann wenigstens die Richtung, in die sie gehen wollen. Ich bin überzeugt, dass die meisten von ihnen genau so große Angst haben. Und um die wegfallende Sicherheit zu ersetzten, suchen sie sich so schnell es nur geht etwas Neues, was ihnen Stabilität gibt.
Ich weiß nicht, was ich machen will. Keine Sicherheit, wenn eben auch nur eine unechte.

Mir machen Veränderungen Angst. Selbst im Urlaub vermisse ich den vertrauten Alltag. (Geht das irgendwem genau so?)
Allgemein verändert sich gerade viel bei mir. Meine Mutter hat einen neuen Freund. Von jetzt auf gleich ging ein Wildfremder bei uns ein und aus. Christian. Und da sah ich zum ersten Mal mein Sprungbrett. Er war der Auslöser, dass ich dachte: ich zieh aus. Nicht auf die überstrürtzte "Mama-hat-jemanden-anderes-lieber-als-mich"-Art sondern die "ich-brauche-meinen-eigenen-Platz"-Art.
Ja, nach der Schule bin ich frei. Ich kann mich aus dem irren Gefühlschaos meiner Familie lösen. Nichts, was mich verfolgt. Ich lasse rein, was oder wer mir gefällt. Das wars.
Also danke, lieber Christian. DU bist MEIN Sprungbrett.


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