22 Juli 2016

Der letzte Abend


Nun ist auch mein Abiball vorbei und er ist überhaupt nicht so verlaufen, wie ich es erwartet habe, aber das ist (mittlerweile) für mich okay. Der Abend hat gut angefangen, ich habe Bilder mit meinen Freunden gemacht, hab mit meiner und den Familien zweier Freundinnen gegessen und wir hatten viel Spaß. Leider gab es einen sehr großen Streit mit meiner Stiefschwester, was mir den Abend ziemlich versaut hatte. Er endete mit vielen Tränen und einer Panikattacke. 

Zu akzeptieren, dass der Abend, auf den ich mich seit zwei Jahren gefreut habe, für den ich das perfekte Kleid und die tollsten Freunde hatte, so endete viel mir schwer. Der Streit war dabei sogar nebensächlich. Doch an diesem einen Abend wollte ich mich einmal groß und stark und dem gewachsen fühlen, was auf mich zu kommt. Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, weißt du, dass das wirklich wichtig für mich ist. Und, dass ich aus dem Abend nicht so viel gemacht habe wie ich konnte, brennt mir immer noch auf der Seele. Ich habe das starke Bedürfnis in der Zeit zurück zu reisen und alles von vorn und dann anders zu erleben. Aber seit wann geschehen Dinge im Leben so, wie man sie geplant hat? 
Dass es so nicht funktioniert weiß ich natürlich, doch dieser kindliche Wunsch bleibt. Vielleicht ist das meine erste Lektion, die ich lerne. Denn im Grunde wünsch ich mir, diesen Abend mehr im Jetzt verbracht zu haben. Und während ich mir im Nachhinein den Kopf mit diesem Wunsch zerbreche, tue ich schon wieder, was ich bereue. Ich bin nicht hier, sondern da, wo ich nichts mehr tun kann. 

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